20191001 SchachmuseumLoeberitzHans-Jürgen Fresen und Matthias Limberg am 1. Oktober 2019 zu Gast im Schachmuseum Löberitz

Nach dem Tode des Bamberger Karl-May-Verlegers, Historikers und Schachgroßmeisters Lothar Schmid dürfte Hans-Jürgen Fresen aus Bochum die bedeutendste Schachsammlung Deutschlands besitzen. Seine Sammlung zählt auch weltweit zu den größten ihrer Art. Eigentlich sammelt er alles was mit dem Schach zu tun hat. Schwerpunkt seiner Sammlung ist der Vorkämpfer des deutschen Schachs, Adolf Anderssen. Zu seinen Exponaten gehört auch der Schachtisch Anderssens.

In Fresens Begleitung befand sich Matthias Limberg aus Oberhausen. Auch er ist ein führender Schachsammler. Sein Hauptaugenmerk sind vor allem Turnierbücher. Allerdings vorrangig solche, die vor 1850 erschienen sind.

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Horst Müller SDLDie Schachspieler des SV Energie Stendal e.V. erhielten die traurige Nachricht, das ihr verdienstvoller Schachspieler und Schachfunktionär Horst Müller am 20.September 2019 im Alter von 85 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Schon seit seiner Jugendzeit hatte Horst eine große Zuneigung für das königliche Spiel. Ohne seine Erfahrungen und sein Arrangement hätte es keine so erfolgreiche Jugendarbeit bei Lok Stendal gegeben. Höhepunkt in seiner schachlichen Karriere war sicherlich der Aufstieg in die DDR-Liga im Jahre 1984. Nicht vergessen möchte ich auch die von Horst organisierten Stendaler Pokalturniere sowie die Organisation der jährlichen Simultanveranstaltungen mit dem Großmeister Burkhard Malich.
Nach der Auflösung der Sektion Schach von Lok Stendal im Jahre 1993 und einem kurzen Intermezzo bei Eintracht Tangerhütte schloss sich Horst der Schachabteilung von Energie Stendal an. Für sein “schachliches Lebenswerk“ erhielt Horst die Ehrennadel des Landessportbundes und des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt in Gold. Horst wird bei den Schachspielern des SV Energie Stendal e.V. eine große Lücke hinterlassen.

Wir werden ihn schmerzlich vermissen - den Menschen und sein besonderes Engagement.

In unseren Erinnerungen wird Horst immer einen würdigen Platz finden.

Klaus-Dieter Jäschke
Im Namen der Schachspieler des SV Energie Stendal e.V.

Schachtreffen in RigaGroßes Schachtreffen im Hause Ozols am 13. August 2019 in Bukulti, einem Vorort von Riga, Lettland gehört zu den kleinsten Ländern der Europäischen Union. Die Einwohnerzahl liegt unter 2 Millionen. Beim Schach jedoch rangiert das Land der Schachlegende Michael Tal ganz vorn. Der baltische Staat hat unzählige Großmeister hervorgebracht. Viele davon spielen auch in deutschen Ligen. Nach dem ehemaligen Weltmeister Michael Tal dürfen Alexei Schirow und Aaron Nimzowitsch die wohl bekanntesten sein.

Die Schachgemeinschaft 1871 Löberitz pflegt schon über 15 Jahre den Kontakt zu lettischen Schachspielern. Am längsten besteht der Kontakt zu Großmeisterin Dana Reizniece-Ozola. Aber auch ihr Mann Andis Ozols, Vizepräsident des Lettischen Schachverbandes und Chef der Lettischen Wirtschaftsförderung LIAA (Latvijas Investicju un attistbas agentura), kam schon mehrmals in Löberitzer Mannschaften zum Einsatz. Zu den lettischen Spielern gehören auch die FIDE-Meisterin und lettische Nationalspielerin, Elina Otikova, inzwischen schon Stammspielerin der Löberitzer Oberligamannschaft, sowie der Trainer Janis Isakovs.

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GeorgSchweiger JacobBaldeStiftungspräsident Georg Schweiger, Ralf Niederhäuser, Präsident des Schachverbandes von NRW, Konrad Reiß vom Schachmuseum Löberitz, die Graphikerin des Ausstellungskatalogs Ottilie Gaigl, Stiftungsrätin und Kunsthistorikerin Dr. Natascha Niemeyer-Wasserer, der Schachhistoriker Siegfried Schönle aus Kassel und Schachgroßmeister Dr. Helmut PflegerThomas Richter und Konrad Richter besuchten auf Einladung des Veranstalters Georg Schweiger, dem Stiftungspräsidenten der Schach- und Kulturstiftung G.H.S., Anfang August die Kreisstadt Ebersberg in der Nähe von München.

Da sich das Schachmuseum Löberitz sehr um die Stellung des Schachs in Kirche und Religion engagiert und Konrad Reiß mit einigen Artikeln am umfangreichen Katalog mitarbeitete, war die Ausstellungseröffnung für die beiden Löberitzer schon fast eine Pflichttermin. Die Exposition war außerdem mit dem Untertitel „Jakob Balde kehrt ins Kloster Ebersberg zurück und trifft Teresa von Avila und Ruy Lopez“ belehnt.

Unter den vielen Graphiken, Bildern, Dokumenten und Schachspielen wurde auch ein Exponat aus dem Schachmuseum Löberitz ausgestellt. Es war er Druck „Martin Luther aus Eisleben und seine Schachpartie gegen die als Bergleute verkleideten Studenten“.

Die Festansprache hielt der bekannte Münchener Schachgroßmeister Dr. Helmut Pfleger. Mehr ist auf der Homepage der Schach- und Kulturstiftung G.H.Sx zu erfahren.

Helmut PflegerSchachgroßmeister Dr. Helmut PflegerThomasRichter JacobusBaldeThomas Richter am Schachtisch mit der Figur des Jesuitenpaters Jacobus Balde

 
traditionsmannschaft lok halleFast auf den Tag genau nach 50 Jahren trafen sich Jörg Schmidt, Frank Wilke, Reiner Erler, Manfred Pichler, Wolfgang Dietrich (v.l.n.r.) und Michael Becker(sitzend) Ende Juni zu den Löberitzer Schachtagen, um wieder als Mannschaft gemeinsam anzutreten. Bei Rekordhitze wurden Erinnerungen ausgetauscht und viel geschwatzt. Frank hatte noch die Wettkampfprotokolle von unseren damaligen Kämpfen gegen Rotation Berlin, unserem härtesten Konkurrenten, dabei. Alle Mannschaftsmitglieder wurden wieder "gefunden", leider war Thomas Fritz verhindert. 
 
Michael Becker
USV Halle
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